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Markisen

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Wer kennt sie nicht, die beliebten Objekte – als Sonnenschutz oder Regenschutz angebracht? Schließlich hat schon jeder einmal eine Markise zu einem dieser Zwecke benutzt, um sich nicht allzu heftigen Regengüssen oder zu intensiver Sonneneinstrahlung auszusetzen. Doch Markise ist nicht Markise und die einzelnen Arten sollen hier nun vorgestellt werden. Dabei lohnt es sich, auch einmal hinter die Kulissen zu schauen und einen Blick in die Geschichte der Markisen zu werfen.

Bei einer Markise handelt es sich somit um ein Objekt bzw. um eine Vorrichtung, die mithilfe eines Gestells und der dazugehörigen Stoffbespannung Witterung abhält. Sie dient – wie bereits erwähnt – als Sonnenschutz, Regenschutz, Wärmeschutz, Blendschutz und Objektschutz. Häufig werden Markisen auch benutzt, um die Auslagen in Schaufenstern vor einem Ausbleichen aufgrund von Sonneneinstrahlung zu schützen. In gewerblicher Hinsicht fallen die Herstellung sowie der Vertrieb von Markisen in den Bereich eines sog. Rollladen-, Jalousie- und Sonnenschutzgewerbes.

Kaum jemand weiß dagegen, dass man auch bereits zu Zeiten der frühen Antike in ihrer frühesten Form eine Art von Markise verwendete, die vielleicht als die Urform des heutigen Sonnenschutz dieser Art angesehen werden kann. Ihren eigentlichen Durchbruch erzielte die Markise aber erst im Frankreich des 18. Jahrhunderts, als sie dort zunehmend an Bedeutung und Popularität gewann. Dabei leitet sich der heutige Begriff der Markise – in der Antike waren gemäß alten Überlieferungen andere Begriffe in Gebrauch – von dem französischen Begriff “Marquise” für eine adlige Dame ab. Der Grund dafür ist darin zu sehen, dass gemäß Überlieferungen, die französischen Offiziere ihre Frauen immer mit auf den Feldzügen dabei hatten. War also die Frau eines höherrangigen Offiziers zu sehr der Sonne ausgesetzt, wurde eine Sonnenschutzanlage ausgefahren, um die empfindliche Haut der Dame vor Verbrennung und zu starker Bräunung zu schützen. Hier liegt die eigentliche Geburtsstunde der heutigen Markise.

Im Laufe der weiteren Jahrhunderte entwickelte man die jeweilige Sonnenschutzbespannung mithilfe der entsprechend vorhandenen Technologien weiter und verbesserte diese bis zu den heute erhältlichen Hightech-Materialien.

Dabei sind gerade in der Zeit modernster Hightech-Verfahren immer mehr Materialien für die verschiedensten Arten entwickelt und auf den Markt gebracht worden. Trotzdem kann man die Arten im Wesentlichen auf drei große Kategorien beschränken. Diese sind die Roll-Markise, die Falt-Markise und die Fest-Markise. Bei einer Roll-Markise wird die Bespannung mithilfe einer Rolle bzw. einer Tuchwelle (wie die Fachsprache sagt) eingerollt. Dagegen wird die Bespannung einer Falt-Markise, die keine Rolle besitzt und die Bespannung einer festen Markise nicht verändert. Das hat dazu geführt, dass vor allem die Rollmarkise von einer besonders großen Bedeutung ist.

Für die Qualität der Markise und die Art ihrer Verwendung ist vor allem auch das Markisentuch, also die Bespannung, von grundlegender Bedeutung. Hier können ebenfalls verschiedenen Arten und Verarbeitungsformen unterschieden werden, die dann entsprechend ihrer geplanten Verwendung zum Einsatz kommen. Bei einem Markisentuch aus Acryl – wobei der Stoff Acryl ja eher an einen Kunststoff oder Farbstoff erinnert – handelt es sich beispielsweise um ein spezielles Gewebe, das aus einem sogenannten spinndüsengefärbtem Garn hergestellt wird. Dabei wird das Garn bereits während des Vorgangs des Spinnens mithilfe einer speziell dafür entwickelten Technologie eingefärbt und besitzt daher eine sehr intensive Farbe und eine sehr hohe Beständigkeit gegen Sonnenlicht. Diese gute Qualität hat im Handel allerdings auch ihren Preis. Verwendet wird dieses Material vor allem für Wintergartenmarkisen, aber auch bei Wärme- und Sonnenschutzmarkisen sowie bei Gelenkarmmarkisen.

Durch eine zusätzliche Imprägnierung mithilfe eines weiteren hoch technologisierten Verfahrens besteht auch eine bedingte Beständigkeit gegen Nässe und Schmutz sowie gegen andere Witterungseinflüsse. Daher kann diese Markise auch in ausgefahrenem Zustand im Freien verbleiben, ohne Schaden zu nehmen. Wichtig zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang aber auch, dass ein Markisentuch aus Acryl den perfekten Sonnenschutz für Mensch und Tier bietet. Es ist nämlich in seiner Eigenart resistent gegen die krebserregende UV-Strahlung. Waren am Anfang der Entwicklung diese Materialien nur in sehr wenigen und teils eintönigen Farben erhältlich, bekommt man die Produkte mit dieser Bespannung derzeit schon in nahezu allen erdenklichen Farben und Mustern. Allerdings kommt es dabei auch immer auf die Region an, in der man das betreffende Produkt kauft. In Nordeuropa wird man dabei das dort beliebte Streifenmuster in nahezu allen Farben vorfinden, wohingegen Frankreich und Südeuropa nahezu alle farblichen Varianten anbieten. Heute stellt man den größten Teil der Markisentücher vor allem aus Tuchbahnen her. Diese verfügen über ein Maß von 120 cm und sind entsprechen vorkonfektioniert. Standardisierte Maße, wie sie früher die Regel waren, sind daher heute kaum noch auffindbar.

Ebenfalls sehr zu empfehlen sind Markisentücher aus wetterbeständigem PVS, bei denen es sich vor allem um solche Produkte handelt, die starken Witterungsansprüchen ausgesetzt sind. Zu diesen gehören beispielsweise auch die Korbmarkisen oder Regenmarkisen, welche vor allem Feuchtigkeit und Schmutz abweisen sollen. Hier wird dann vor allem bei Modellen der beweglichen Art ein sog. Polyestergewebe verwendet, wobei ein ohnehin robuster Stoff (meist Segeltuch) mithilfe einer speziellen Technologie mit PVC überzogen wird. Das Ergebnis ist dann ein sog. Polyestergewebe, das allerdings anfangs immer das Problem aufwies, dass es beim Aufrollen oder Falten zerbrochen werden konnte. Dieses Problem wurde aber gerade in letzter Zeit durch verschiedene Verfahren zufriedenstellend gelöst. Eine reine Korbmarkise, die nicht gefaltet oder aufgerollt wird, besitzt dagegen meist nur eine einfache Bespannung mit PVC und ist daher ebenfalls wetterfest. Hier ist auch der Umweltaspekt zu beachten, denn die PVC-Gewebe sind zu hundert Prozent recyclingfähig und daher sehr umweltschonend.

Eine Weiterentwicklung der oben genannten Materialien führte dann zu Markisentüchern aus Polyester, die eine bedeutend bessere Haltbarkeit als reine PVC-Gewebe und ein wesentlich geringeres Gewicht als Acryl-Stoffe aufweisen konnten. Dies wurde durch die Erfindung eines besonderen technologischen Verfahrens erreicht, dass die Materialien besonders beständig gegen UV-Strahlung machen sollten. Das Ergebnis ist ein neues Material, das vielfältig einsetzbar ist und eine intensive Leuchtkraft der Produkte garantiert.

Die erfolgte Aufzählung soll keinesfalls einen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, da die jeweiligen genannten Materialien einer dauerhaften Weiterentwicklung und Verbesserung unterliegen. Dies besitzt für den Kunden den Vorteil eines Sonnenbades ohne die – von vielen Menschen als lästig klebrig empfundene – obligatorische Sonnenlotion. Auch eine bessere Wetterbeständigkeit ist die Folge immer neuer und weiterentwickelter Verfahren, die den Sonnen- oder Regenschutz zum Erlebnis auf dem Grundstück oder im Wintergarten werden lassen.