Seitenmarkisen
Bei den Seitenmarkisen handelt es sich in der Regel um Rollmarkisen, die häufig als Sonnenschutz oder Sichtschutz vor Fenstern und Schaufenstern angebracht werden. Gerade bei ihrer Nutzung an Schaufenstern dienen die Seitenmarkisen dazu, die Auslagen vor einem Ausbleichen auf Grund von zu intensiver Sonneneinstrahlung zu schützen. Trotzdem sind die hier verwendeten Materialien in den meisten Fällen nicht völlig lichtundurchlässig, sodass eine gute Sicht der Passanten auf die Auslagen gewährleistet ist. Auch birgt sich somit der entscheidende Vorteil, dass die Passanten nicht geblendet werden und die Auslage in Ruhe betrachten können, ohne ihr eigenes Spiegelbild zu sehen. Es fällt also praktisch noch genügend Licht in den hinter der Scheibe liegenden Verkaufsraum und auf die Ausstellungsstücke.
Das Tuch, also die Bespannung, befindet sich in der Regel auf einer Tuchwelle bzw. Rolle. Dabei wird das Tuch mit Hilfe von mehreren Gelenkarmen, je nach Größe der Markise, am unteren Bereich des sog. Ausfallprofils befestigt. Dadurch kann es jederzeit in den gewünschten Ausfall gebracht und mehr oder weniger weit ausgefahren werden. Hierbei wird durch Druckfedern in den Armen die Zugkraft aufgebracht, die man benötigt, um das Gestell mit der Bespannung in die gewünschte Position zu fahren. Der Schwenkbereich der Arme beträgt dabei je nach Anbringungshöhe und Länge eine vorher bestimmte Breite, sodass der Sichtschutz in seiner Position immer wieder verändert und dem Sonnenstand angepasst werden kann. In letzter Zeit sind dabei aber auch Sondergrößen erhältlich, die einen bedeutend größeren als den normalen Schwenkbereich haben können und individuelle Anfertigungen sind.
Wer sich für so ein individuell gefertigtes Modell als Sonnenschutz mit einem entsprechend hohen Schwenkbereich entscheidet, muss bedenken, dass die Ziehkraft zum anschließenden Beugen der Arme entsprechend hoch sein muss. Auch ist zu berücksichtigen, dass man bei großen Maßen schneller mit Verschleiß zu rechnen hat, weil die Bespannung der Markise wesentlich stärker beansprucht wird, als dies bei kleineren Schwenkbereichen der Fall ist. Dies führt zu einer extremen Belastung der Nähte und zu einem schnelleren Einreißen des Materials. Allerdings kann in so einem Fall die Markise auch mit elektrischer Hilfe ein- und wieder ausgefahren werden, was die Beanspruchung etwas abmindert. Dabei erfolgt die nötige Kraftaufwendung durch einen Rohrmotor, der in der Tuchwelle eingebaut ist und das Ziehen an einer Leine und das damit verbundene Scheuern am Stoff verhindert. Alternativ sind diese Markisen in Sondergrößen aber auch mit einer Vorrichtung erhältlich, die ein manuelles Ein- und Ausfahren über ein Getriebe und eine mehr oder weniger großen Kurbel ermöglicht, was ebenfalls das Material schont.
Da Seitenmarkisen, wenn sie an Geschäften angebraucht sind, häufig offen bleiben, sollte man hin und wieder das Tuch nach einer Reinigung auch imprägnieren, damit es nicht so schnell kaputt geht. Da Seitenmarkisen auch zu den Markisen gehören, bei denen man im Gegensatz zu Kassettenmarkisen nur das Tuch aber nicht die Arme einfahren kann, bedürfen auch die Führungsschienen einer aufwendigen Pflege gegen Verschleiß.
Hier handelt es sich bei dieser Markisen Form um eine Vorrichtung, welche als Blend-, Wind-, Wärme- und Sonnenschutz Verwendung findet. Die Funktion als Regen- und Schmutzschutz ist dabei eher von untergeordneter Bedeutung, kann aber vor allem bei Gewittergüssen wichtig werden.
Auch hier kann man zwischen verschiedenen Formen, Farben, Materialien und Größen wählen. Diese Markisen passen sich auch optimal der Häuserfarbe und der sonstigen Umgebung an. Diese sind in Baumärkten, im Fachgeschäft oder aber auch im Internet erhältlich.







