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Markise Kurbeln oder per Knopfdruck?

Kurbeln oder per Knopfdruck?

Wer sich eine Markise anschafft, der hat so oder so die Qual der Wahl. Wie groß soll sie sein, welche Farbe, gemustert oder nicht, welches Material eignet sich wofür am besten und und und. Viele dieser „Probleme“ sind rein gestalterischer und optischer Natur und daher nicht unbedingt relevant für die Handhabung. Ganz anders verhält es sich bei der Frage, wie die Markise aus- und eingefahren wird: elektrisch oder manuell? Klar, ein ganzer Kerl mit Kraft und Muckies macht das mit der guten alten Kurbel, werden Sie vielleicht sagen. Schön und gut. Aber was ist, wenn Ihre Frau oder eines Ihrer Kinder die Markise bedienen soll? Je nach Größe und Material kann das Kurbeln nämlich schon ganz ordentlich in die Arme gehen. Schauen wir uns also einmal an, was, also welche „Technik“, für wen geeignet ist, schließlich spielt auch der Kostenfaktor eine Rolle und da ist klar: ein Motor ist teurer als Muskelkraft.

Kurbeln bis zur Erschöpfung?
Dieser Aspekt spricht eindeutig für die Bedienung per Kurbel, denn schließlich spart man dabei nicht nur die Anschaffung des Motors, sondern auch (selbst wenn in kleineren Dimensionen) Strom und Energie. Ist die Markise auch nicht allzu groß und tief, lässt sie sich ohne größere Schweißausbrüche einfach mir einer eingehängten Kurbel aus- und einfahren. Das geht schnell, verleitet die Kinder nicht, bei Langeweile mit dem Finger auf dem Schalter die Markise als „elektrisches Spielzeug“ zu missbrauchen und ist wie gesagt die günstigere Alternative.

Alles elektrisch – und was ist bei Stromausfall?
Problematisch wird es aber, sobald die Markise relativ lang ist, denn ja länger die Markise, desto länger kurbeln Sie – bisweilen ein recht ermüdendes Unterfangen. In diesem Fall wird Sie Ihr Nachbar beneiden, wenn Sie entspannt im Türrahmen stehend, den Finger auf dem Knopf dabei zusehen, wie sich Ihre Markise wie von selbst in Bewegung setzt. Für die Motorisierung gibt es verschiedene Systeme. Beispielsweise können Sie einen Rohrmotor einsetzen lassen – das geht recht schnell und ohne großen Aufwand. Dieser Motor wird in die Markisenwelle eingeschoben werden und die Tuchwelle antreiben. Oder einfacher ausgedrückt: Sie drücken auf den Schalter und der Rest geht von selbst. Wichtig bei Installation ist allerdings, dass die Gelenkarme bei der Montage (gleich vor der ersten Inbetriebnahme oder bei der Nachrüstung) ganz entspannt sind, da sie sonst unter extremer Spannung stehen und so eine Gefahr für Leib und Leben darstellen.
Derart gefährlich ist zwar ein Stromausfall in der Regel nicht, doch für Ihre Markise kann er unangenehme Folgen haben. Ist sie etwa ausgefahren und es zieht ein Sturm auf, besteht die Möglichkeit, dass Ihre Markise den nicht unbeschadet übersteht, wenn Sie sie nicht einholen. Das ist natürlich mit dem motorbetriebenen System kein Thema, sagen Sie vielleicht. Stimmt, solange Sie Strom haben. Haut es jedoch die Sicherung einmal heraus, sieht die Sachlage ganz anders aus. Im schlimmsten Fall müssen Sie jetzt dabei zusehen, wie der Wind solange an Ihrer Markise zerrt, bis er sie in ihre Einzelteile zerlegt hat. Fazit: Ärgerlich und teuer. Umgehen lässt sich dieses „Szenario“ mit einer Kombination aus beiden vorgestellten Methoden, nämlich elektrischer und manueller Bedienung. Letztere kann Ihrer Markise nämlich im Extremfall bei jedem Wetter und trotz kurzzeitigem Rückfall in die Steinzeit ohne Strom das Leben retten.