Gartenmöbel durch Sonnenschutz-Markise schützen
Ein schöner Sommertag: das Wetter könnte nicht besser sein und die Sonne strahlt nur so vom blauen Himmel. Der perfekte Zeitpunkt, um ein paar erholsame Stunden auf der eigenen Terrasse zu genießen. Zusammen mit der Familie und ein paar modernen Gartenmöbeln, lädt der wunderbare Sonnenschein zum erholen und genießen ein. Doch aufgrund steigender Ozonwerte ist es nicht immer ganz unbedenklich, sich der Strahlung der Sonne auszusetzen. Schnell ist die vergnügliche Stimmung dahin, wenn das schwitzen beginnt, oder das erste Familienmitglied deutliche Anzeichen eines Sonnenbrands zeigt. Genau aus diesem Grund schaffen sich viele Terrassenbesitzer eine Markise an. In Sekundenschnelle ist diese ausgezogen und schützt dann nicht nur vor zu intensiver Sonne, sondern auch vor dem überraschenden Sommerregen.
Doch woher kommt eigentlich die „Markise“? Das Wort selbst ist abgeleitet vom Französischen „Maquise“, was so viel bedeutet, wie „feine Dame“. Denn, so ist es alten Bildern und Schriften zu entnehmen, musste, in Gegenwart der Ehefrau des Offiziers ein Sonnenschutz ausgebreitet werden, der mit den heutigen Markisen vergleichbar ist. So fand das praktische „Sonnenlaken“ Einzug in die Gesellschaft. Damals vornehmlich aus dem Grund der „vornehmen Blässe“, die zwar heute deutlich weniger in Mode ist, aber, so raten Experten, sehr viel gesünder, als das stundenlange „Brutzeln“ in der Mittagssonne. Besonders die empfindliche Kinderhaut reagiert meist sehr empfindlich auf zu warme Temperaturen und einem ausgedehnten „Sonnenbad“. Mit einer Markise können also Teile der Terrasse beschattet werden, und Klein und Groß werden vor den UV-Strahlen geschützt. Wo es damals im Frankreich des 18. Jahrhunderts wahrscheinlich nur wenige Sonnenschutz-Arten gab, hat man heutzutage die Auswahl zwischen Markisen unterschiedlichster Form, Farbe und Größe. Auch unterscheidet man zwischen unterschiedlichen Markisen-Arten, wovon die beliebtesten und die am häufigsten verwendeten hier, exemplarisch, vorgestellt werden sollen.
Die Gelenkarm-Markise wird in Fachkreisen auch als Standard-Markise bezeichnet, weil sie in deutschen Haushalten am häufigsten montiert wird. Wie der Name bereits verrät, wird mit Hilfe von zwei Gelenkarmen eine Tuchwelle ein- und ausgefahren. Dadurch entsteht eine waagerechte Fläche aus dem geöffneten Markisenstoff. Der Vorteil der Gelenkarm-Markise ist die große Fläche, die mit Hilfe dieser Konstruktion beschattet werden kann. Um dem Gestell und der Tuchwelle die nötige Stabilität zu verleihen, muss die gesamte Konstruktion direkt am Mauerwerk montiert werden, was unbedingt durch einen Fachmann geschehen sollte – was natürlich den ein oder anderen Euro mehr kosten kann. Allerdings lohnt es sich hierbei in Fachkräfte und Qualitätsprodukte zu investieren, um sicherzustellen, dass die gesamte Gelenkarm-Markise ohne Haken und Ruckeln ausgezogen werden kann.
Eine Markise, die auch vom handwerklich begabten Terrassenbesitzer schnell montiert werden kann, ist die Klemm-Markise. Mit Hilfe von zwei Standrohren, die zwischen Terrassendecke und Terrassenboden geklemmt werden, wird die Konstruktion ohne Bohren befestigt. Die Klemm-Markise ist in wenigen Minuten befestigt und wieder demontiert, so dass sie beispielsweise im Winter, wenn sie nicht benötigt wird, abgebaut und gelagert werden kann. Damit die Konstruktion auch richtig hält ist ein komplettes Dach oder ein Mauervorsprung von mindestens 20cm Breite notwendig, der nicht bei allen Terrassen vorhanden ist. Außerdem dient die Klemm-Markise eher zur Beschattung kleinerer Terrassenflächen. Wer seinen Sonnenschutz spontan verrücken möchte, könnte sich für eine Standmarkise interessieren. Diese Markisenart besteht aus einer Standkonstruktion und zwei Markisen, die wie ein Giebeldach spitz zusammenlaufen. Die Konstruktion kann unabhängig von einer Hauswand auf der Terrasse oder dem Garten aufgestellt werden. Um der Standmarkise dauerhaften Halt zu geben, besteht die Möglichkeit die Füße festzuschrauben oder einzubetonieren.
Allerdings wurde diese Markisenart nicht wirklich für einen ganzjährigen Einsatz konzipiert, sondern dient, ähnlich wie ein Gartenschirm, eher als kurzfristiger und transportierbarer Sonnenschutz. Einen dauerhaften und ganzjährigen Schutz vor Witterung und Sonnenstrahlung bieten die Kassettenmarkise, oder die Fallarm-Markise. Beide werden direkt an der Haus- oder Fassadenwand verschraubt. Bei der Kassettenmarkise werden die Tuchwelle und die Gelenkarme in eine Kassette eingefahren, die heutzutage die unterschiedlichsten Formen und Farben haben können. Die Fallarm-Markise besitzt, so verrät es uns der Name bereits, zwei seitliche Ausfallarme, mit denen das Markisentuch gespannt wird. Die Arme sind individuell einstellbar, so dass auf die sich bewegende Sonne reagiert werden kann. Die Fallarm-Markise kann bei einem Balkon, einer Terrasse oder der Beschattung einer ganzen Fassadenseite gleichsam verwendet werden. Natürlich gibt es auch Markisenarten, die beispielsweise nur einzelne Fenster verdunkeln. Dies dient natürlich mehr dem Schutz der Möbel im Innenraum, als dem Sonnenschutz der Personen, die sich auf der Terrasse aufhalten.
Wenn man an dieser Stelle jedoch von Sonnenschutz für Personen redet, sollte man den Schutz der Gartenmöbel nicht außer Acht lassen.
Denn auch sie reagieren meist recht empfindlich auf eine langandauernde UV-Strahlung, sowie Nässe und Feuchtigkeit im Allgemeinen. Egal ob Holzmöbel, Kunststoffmöbel oder solche aus Naturgeflecht: über kurz oder lang machen sich die Zeichen der Witterung bemerkbar. Neben unansehnlichen Farbveränderungen, welche die Optik jeden Möbelstücks immens beeinträchtigen, kommen meist auch irreparable Schädigungen des Materials. Denn, auch wenn viele Gartenbesitzer anderer Meinung sind, sollten Gartenmöbel aus Naturgeflecht, wie Rattan und Korb nur sehr bedingt im Außenbereich eingesetzt werden, da sie besonders sensibel auf Feuchtigkeit und UV-Strahlung reagieren. Mit einer Markise kann zwar ein kurzzeitiger Schutz gewährleistet werden, aber auf Dauer wird jedes Material auf die intensive Sonnenstrahlung reagieren. Wer auf die natürliche Optik des Geflechts nicht verzichten möchte, kann stattdessen in Gartenmöbel aus so genanntem Polyrattan investieren. Die Kunststoffvariante des Rattangeflechts ist speziell für den Einsatz im Freien konzipiert und zeichnet sich durch seine Witterungsresistenz aus: Regen perlt ab, und auch noch nach Jahren behalten Form und Farbe ihren ursprünglichen Zustand. Allerdings hat diese „gleichbleibend gute Qualität“ auch ihren Preis: denn nur so genannte Marken- oder Qualitätsgeflechte, wie Rehau, Hularo oder Virofiber garantieren für diese Eigenschaften.
Allerdings ist es auch bei solchen Möbeln nicht „verkehrt“, sie mit einer Markise zu schützen, um einfach für eine noch längere Erhaltungsdauer zu sorgen. Damit die Markise ihren Sinn und Zweck, nämlich den Schutz vor Regen und Sonne, erfüllen kann, ist der Markisenstoff von essentieller Bedeutung. Heutzutage werden die meisten Markisen standardmäßig mit einem leinenartigen Gewebe aus Polyacryl versehen. Durch zusätzliche Imprägnierungen des Stoffes wird dieser „veredelt“ und erhält eine wasser- und schmutzabweisende Eigenschaft. Aber auch der Markisenstoff aus Polyacryl allein bietet meist schon einen guten Schutz vor UV-Strahlung, Nässe und Schmutz. Um einer möglichen Schimmelbildung vorzubeugen, die durch Schmutzablagerung auf dem Stoff entstehen kann, sollte die Markise regelmäßig gereinigt werden.









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