Fallarmmarkisen – Rollmarkisen
Bei den Fallarmmarkisen handelt es sich um ganz einfache Rollmarkisen, die häufig als Sonnenschutz oder auch als Sichtschutz von Fenstern und Schaufenstern angebracht werden. Gerade bei ihrer Nutzung als Sonnenschutz an Schaufenstern dienen die Fallarmmarkisen hauptsächlich dazu, die Auslagen vor einem Ausbleichen aufgrund von zu intensiver Sonneneinstrahlung zu schützen. Trotzdem sind die hier verwendeten Materialien in den meisten Fällen nicht völlig lichtundurchlässig, sodass auch eine Sicht auf die Auslagen gewährleistet ist. Auch bietet sich hier der Vorteil, dass Passanten nicht geblendet werden können und so die Auslage in Ruhe betrachten können, ohne ihr eigenes Spiegelbild vor Augen zu haben. Es fällt also praktisch Licht in abgemilderter Form in den hinter der Scheibe liegenden Verkaufsraum.
Auch hat man es hier bei den Fallarmmarkisen mit einem sehr interessanten Fall menschlichen Erfindungsgeistes zu tun, denn das Tuch, also die Bespannung, befindet sich auf einer Tuchwelle bzw. Rolle. Dabei wird das Material mithilfe von zwei oder auch mehreren Armen, je nach Größe der Markise, am unteren Bereich des Ausfallprofils befestigt. Somit kann es jederzeit in den gewünschten Ausfall gebracht und mehr oder weniger weit ausgefahren werden. Dabei wird durch die an oder auch in den Armen der Konstruktion vorhandenen Druckfedern die Zugkraft aufgebracht, die man benötigt, um das Gestell mit der Bespannung in die gewünschte Position auszufahren. Der Schwenkbereich der Arme beträgt dabei je nach Anbringungshöhe und Länge zwischen 90 und 140 Grad, sodass der Sichtschutz in seiner Position immer wieder verändert und dem Sonnenstand angepasst werden kann. In letzter Zeit sind dabei aber auch Sondergrößen erhältlich, die einen Schwenkbereich von 140 Grad bis max. 180 Grad aufweisen.
Wer sich für ein Modell mit so einem hohen Schwenkbereich entscheidet, der sollte bedenken, dass die Ziehkraft, die zum anschließenden Beugen der Arme benötigt wird, entsprechend hoch sein muss. Auch ist zu berücksichtigen, dass man hier schneller mit Verschleiß zu rechnen hat, da die Bespannung bzw. das Tuch der Markise wesentlich stärker beansprucht wird, als dies bei kleineren Schwenkbereichen der Fall ist. Dies führt zu einer extremen Belastung der Nähte und zu einem schnelleren Einreißen des Materials. Allerdings kann in so einem Fall die Markise auch mit elektrischer Hilfe ein- und wieder ausgefahren werden. Dabei erfolgt die nötige Kraftaufwendung durch einen Rohrmotor, der in der Tuchwelle eingebaut ist. Alternativ sind diese Markisen in Sondergrößen aber auch mit einer Vorrichtung erhältlich, die ein manuelles Ein- und Ausfahren über ein Getriebe und eine mehr oder weniger große Kurbel ermöglicht. Fallarmmarkisen haben wie auch Balkonmarkisen eine feste Konstruktion, hier kann zwar das Tuch eingefahren und die Konstruktion nach unten gefahren werden, aber im Unterschied z. B. zu Gelenk- oder Kassettenmarkisen ist dieses Gestell ebenfalls extrem der Witterung ausgesetzt und sollte dagegen geschützt werden.
Im Großen und Ganzen handelt es sich bei dieser Markisenform ebenfalls um eine Vorrichtung, welche als Blend-, Wind-, Sonnen- und Wärmeschutz Verwendung findet. Die Funktion als Regen- und Schmutzschutz ist hier eher zweitrangig. Wer also seinen Kunden auch bei strahlender Sonne die Möglichkeit bieten möchte, die Auslagen im Geschäft auch von außen deutlich zu sehen, der kann diese Fallarmmarkise ebenfalls im Fachgeschäft für Rollläden-, Jalousien- oder Markisenbedarf kaufen. Aber auch im Internet bieten zahlreiche Shops ein reichhaltiges Angebot an.







